Schwere Zeiten in Maleck

Schwere Zeiten in Maleck, auch im 1. Weltkrieg
Hans-Peter Burget

Im Zuge der knappen Lebensmittelversorgung ab 1915 wurden in Städten und Amtsbezirken pro 10.000
Einwohner sog. Kommunalverbände eingerichtet. Sie hatten die Erfassung der produzierten Lebensmittel
und Verteilung der Bezugsmarken zu überwachen 1)

1) Frenske, H. u.a. Handbuch der baden-württembergischen Geschichte, Bd. 3 Seite 226
Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart, 19

Standort eines Malecker Haus

Standorträtsel (um ein Malecker Haus) gelöst

Im Rahmen des Kreisprojektes „Kleindenkmale im Landkreis Emmendingen“ fand im November 2012 im Malecker Dorfgemeinschaftshaus eine gemeinsame Informationsveranstaltung von Ortschaft und Hachberg-Bibliothek statt. Als deren Vertreter übergab Günter Schmidt obiges Bild an Ortsvorsteher Felix Schöchlin. Spontan war unter den Anwesenden der genaue Standort nicht zuzuordnen. Inzwischen ist das „Standort-Rätsel“ gelöst. Herr Gerhard Kern, Emmendingen, hat das „Haus mit dem Brunnen“ als sein ehemaliges Elternhaus identifiziert. das Bild zeigt den Blick in die Oberdorfstraße, von der Landstraße her gesehen. Herr Kern hat dazu ergänzend ein Gemälde (um 1920) sowie Fotos zur Verfügung gestellt. Das Haus mußte inzwischen einem Neubau weichen; der Brunnen ist noch vorhanden, jedoch ohne Aufbau.

Hans-Peter Burget

Trinkwasser vom Hermannsbrunnen

Trinkwasser vom Hermannsbrunnen für Köndringen
Siegfried Peter

Nach dem Abschluss der Rebflurbereinigung im Jahre 1975 ist der an der Kreisstraße 5115 zwischen Heimbach und Köndringen gelegene Hermannsbrunnen wieder als die ehemalige Tagungsstätte des Gerichts für den Vierdörferwald ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt worden. Zwar betraf die Flurbereinigung mit einer Fläche von 85 Hektar nur die Gemarkungen Köndringen und Mundingen. Seit dem 1. Januar 1975 gehört Heimbach zur Gemeinde Teningen und von dort, nämlich von Pater Donatus M. Leicher kam der Vorschlag, im Rahmen des Verfahrens diese historische Stätte aus dem Dornröschenschlaf zu wecken…

Nanu, Herr Meerwein

Nanu, Herr Meerwein?
Dass, wann und warum unser Landbaumeisterdrei Tage in Aschaffenburger Untersuchungshaft saß.
Herbert Burkhardt

„…nun musste ich schon 2 Nächte im Kerker zubringen als ein alter und dennoch lernbegieriger 63jähriger Mann, der seines Fürsten und Vatterland getreu worden, aller Bequemlichkeit und der Freyheit ganz entbehren. Und da das gestern aufgenommene Protokoll all dieses ebenfalls bestätiget, ersuche ich Euer Churfürstliche Gnaden dadurch unterthänigst und dringendst, sich aufs baldigste meines Arrestes gnädigst zu entlassen und mich meinen Verrichtungen, die mir ohnehin groß kummervoll genug sind, wieder zu geben. Damit ich aber meines gnädigsten Fürsten wegen dem was mir hier so ganz ohnverschuldet wiederfahren ist, möge Rechenschaft ablegen können, muß ich auch noch um eine vidimierte Abschrift des gestern geführt wordenen Protokolls unterthänigst bitten, das ich übrigens mit submissester Verehrung harre…

Die Strenge des Gesetzes verlangte ein ausführliches Protokoll des Stadtamtes Aschaffenburg zur Vorlage beim Vizedomamt:
Actum Aschaffenburg, den 26. Juni 1800
Hrn. Stadtschultheißen Leo und Amtsrath Goers…
Meerwein, angeblicher Landbaumeister von Emmendingen im Badischen
pto. Ausmessung der hiesigen Mainbrücke…

Aus der Werkstatt des Hachberg-Mosaik

Aus der Werkstatt des Hachberg-Mosaik
Herbert Burkhardt

Ein wesentlicher Teil der Veröffentlichungen im Mitglieder-Blatt der Hachberg-Bibliothek e. V. basiert auf neuen Forschungen und daraus gewonnenen Erkenntnissen. Neben zuverlässigen gedruckten Quellen sind in erster Linie Original-Belege aus zum Teil weit zurückliegender Zeit erforderlich, natürlich von Hand geschrieben. Deren Substanz macht erst einen spannenden Bericht aus. Um einmal darzustellen, wie solche handschriftlichen Archivalien oft aussehen können, hier eine Leseprobeaus C. F. Meerweins „Bittschrift“ vom 27.6.1800, [siehe Seite Nr. 17, letzter Abschnitt]

Hanf: für 300 Jahre die wichtigste Pflanze

Hanf: für 300 Jahre die wichtigste Pflanze im Hachberger Land
Siegfried Peter

…Seit wann im Landkreis Emmendingen Hanf angebaut wird, ist urkundlich nicht belegt. Nachzuweisen ist lediglich ein gewaltiger Aufschwung nach dem Bauernkrieg. Eine der Ursachen dafür waren die „Basler Verträge“ von 1525, in denen Markgraf Ernst von Baden während des Bauernkrieges einer Forderung der Bauern nachgekommen war und den Kleinen Zehnten abgeschafft hatte. Dieser stand den Kirchen und Klöstern zu und erfasste alles was mit der Hacke bearbeitet oder im Garten angebaut worden ist. Trotz der Niederlage der Bauern hielt der Markgraf zunächst an diesem Vertrag fest…