Tod und Elend Gundelfingen

Anno 1813/1814 kamen Tod und Elend über Gundelfingen

Ursula Danner

 Unter den Einquartierungen und Durchmärschen während der Napoleonischen Kriege hatte auch Gundelfingen und seine Bevölkerung sehr zu leiden. Der damalige Pfarrer Greiner von Gundelfingen hielt die erschütternden Ereignisse seiner Gemeinde in den Kirchenbüchern wie folgt fest: „Als ein unvergeßliches und höchst merkwürdiges Denkmahl für unseren Orth Gundelfingen führe ich dieses an, daß wir hier, außer den fürchterlichen Einquartirungen so wir vom 18. Oktober vorigen Jahres bis 22. Juni 1 814 in unserem Orthe gehabt, samt den unerschwinglichen Liefferungen an Frucht, Mehl, Vieh, Fleisch, Heu, Haber, Geld, Handwerksgeräth zum Schanzen, Frohnden, Schanzarbeiten so wir haben leisten müssen, wodurch die Gemeindekasse sowohl als auch jeder einzelne Bürger in schreckliche Schuldenlast gekommen, wir bey allem dem eine erschreckte undhier noch ganz unerhörte Mortalität erlitten. Die Sterblichkeit war hier so stark, daß außer dem Militär, dahier vom 23. Oktober 1813 bis dem 8. Juni 1814 achtundsiebzig Personen gestorben. Ach Gott erbarme sich unsrer!…