Köndringer Pfarrerssohn

Köndringer Pfarrerssohn gegen Christbaum

Siegfried Peter

Seit etwa 400 Jahren ist der Christbaum eines der
wichtigsten Symbole für die Weihnachtszeit.
Wann dieser Brauch entstanden ist, kann heute
nicht mehr genau ermittelt werden. Wir können
jedoch mit ziemlicher Sicherheit davon
ausgehen, dass der Christbaum zuerst am
Oberrhein und vor allem im Elsaß heimisch
geworden ist. Anfangs wurde der Baum mit
Gebäck und Äpfeln behängt und vorwiegend in
den Wohnungen aufgestellt. Erst im 20.
Jahrhundert hat er, geschmückt mit bunten
Kugeln und Kerzen, die öffentlichen Plätze und
Gebäude sowie Büros und Fabrikhallen erobert.
Damals wie heute gab und gibt es Menschen und
Institutionen, die sich gegen die Verweltlichung
des Weihnachtsfestes wehren. Während heute
vielfach vor übermäßigem Konsum und
Verschwendung gewarnt wird, fürchteten vor
400 Jahren die Gegner des Christbaums einen
Rückfall in heidnische Sitten. Einer ihrer
Wortführer war der am 24. März 1603 in
Köndringen geborene Johann Conrad Dannhauer…