Einstand

Zum Einstand

Das „Hachberg-Mosaik“ will auf begrüßenswerte Weise dazu beitragen, dass die bunte Vielfalt der Vergangenheit unserer Stadt und Region im Bewusstsein sowohl der eingesessenen als auch der neuen Bürger erhalten bleibt.

Einmal gilt es, die Erzählungen und Erlebnisse von Zeitgenossen festzuhalten und zu bearbeiten, als es noch gemächlich zuging, damals, als die Menschen nicht in dem globalen Ausmaß fremdbestimmt waren wie heute.

Dann gibt es die historischen Blickwinkel aus den Quellen und Belegstellen, den Urkunden und Zitaten, z. B. aus den Zeitschriften, Zeitungs-Ausschnitten und den Büchern der Hachberg-Bibliothek oder von anderen Orten.

Ebenso wichtig sind die Ergebnisse der eigenen Arbeit aus Feldbegehungen und Beobachtungen, aus eigener Forschung und Suche in Archiven, Literatur und Internet und last, but not least – eine daraus entstandene Dichtkunst.

Das „Hachberg-Mosaik“ wird getragen durch die Mitarbeit von Mitgliedern des Arbeitskreises Heimatkunde in Emmendingen, der inzwischen die Sektion „Hachbergerland“ des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land e.V. gegründet hat. Ihnen im Besonderen ist zu danken, dass der Faden jetzt wieder aufgenommen wird, der mit der Einstellung des „Emmendinger Heimatkalenders“ aus der Hand geglitten war.

Als Bürger der Stadt Emmendingen, des Landstrichs Breisgau und der Bundesrepublik Deutschland kann es uns nur gut tun, wenn wir mehr über unser Herkommen und unsere gewachsenen Maßstäbe erfahren und wissen. Dadurch lernen wir uns selbst besser zu verstehen und, was nicht weniger wichtig ist, anderen unsere eigene Geschichte und Kultur zu erklären.

Insofern ist das „Hachberg-Mosaik“, das als Lose-Blatt-Sammlung erscheint, geradezu ein Politikum – so wie gleichermaßen schon seit längerem die Einrichtung der Hachberg- Bibiliothek -, das unserer Großen Kreisstadt sehr zugute kommt und deshalb auch die Unterstützung durch ihre Räte verdient.

Aus allen solchen Gründen ist der Neuerscheinung „Hachberg-Mosaik“ von Herzen ein gesundes Dasein, ein erfolgreiches Wirken und ein langes Leben zu wünschen! Zum Einstand rufe ich ihr, auf gut alemannisch, zu: „Nit luck lo!“

Bernd Kellner